Der Hund am Arbeitsplatz

Viele Menschen verzichten jahrelang darauf, einen Hund bei sich in der Familie aufzunehmen. Der Grund dafür ist oft der mangelnde Zeitfaktor. Gehen sowohl Frau als auch Ehemann in die Arbeit und dies dann auch noch ganztags, ist niemand zuhause, der sich darum kümmert, dass der Vierbeiner vor die Tür kommt, um sein Geschäft zu verrichten. Auch die restliche Zeit des Tages, in denen es nun nicht unbedingt nur um‘s Gassi gehen geht, wäre für das Tier furchtbar langweilig. Natürlich kann man dem Abhilfe schaffen, in dem man ihm Spielzeug zuhause lässt, oder andere Beschäftigungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Knochen oder Ochsenziemer, aber trotzdem ist es nicht sehr gut für den Hund, wenn er den ganzen Tag  allein daheim ist.

In Amerika ist es schon lange ein neuer Trend, in Deutschland ist er noch nicht ganz so verbreitet, aber viele Chefs lassen sich immer öfter darauf ein, dass Angestellte ihren Hund mit ins Büro nehmen können. Darüber kann man natürlich wieder diskutieren, es gibt sowohl Vorteile, als auch Nachteile, wie bei fast allem im Leben. Fest steht, dass man das Tier nicht einfach in eine Ecke stellen kann, wie einen Gebrauchtwagen, auch wenn man es mitnehmen darf in die Arbeit. Auch hier muss man sich genauso um den Hund kümmern, wie man es zuhause tun müsste, nur darf hier die Arbeit nicht darunter leiden. Während die einen sagen, ein Hund verbessert das Arbeitsklima in der Firma und macht zusätzlich noch ein freundliches Bild nach außen, behaupten wiederum andere genau das Gegenteil. Argumente wären dann liegen gebliebene Arbeiten, die wegen dem Hund nicht erledigt werden konnten, Mitarbeiter, die Angst haben vor dem Tier, oder die sich allein schon durch die bloße Anwesenheit gestört fühlen.

Natürlich kann man seinen Hund nicht einfach mitnehmen zum Arbeitsplatz, dies bedarf mindestens der Zustimmung des Chefs. Eigentlich sollte man sich auch die Einverständniserklärung aller Kollegen im Vorfeld holen, damit sich im Nachhinein niemand übergangen fühlt. Und dann hat der Hundehalter entsprechend dafür zu sorgen, dass der Hund sich so verhält, dass er den normalen Arbeitsalltag definitiv nicht stört. Wenn Kollegen Angst haben sollten vor dem Hund, trotzdem aber zugestimmt haben, dass er mitkommen kann, muss man als Hundehalter unbedingt die nötige Rücksicht walten lassen. Der Hund sollte niemals die Möglichkeit bekommen, ohne Aufsicht zu diesen Kollegen gehen zu können. Dies erreicht man, indem man ihn entweder bei sich unter oder neben dem Schreibtisch anleint oder indem man sich eine Hundebox kauft und den Hund dort einsperrt. Allerdings sollte diese Box so groß sein, dass der Hund bequem drin liegen kann und sich auch leicht darin umdrehen kann.